<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	>

<channel>
	<title>India 2009</title>
	<atom:link href="http://inde2009.arte.tv/blog/de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://inde2009.arte.tv/blog</link>
	<description>Was bleibt von Gandhis Ideen, 60 Jahre nach seinem Tod?</description>
	<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 09:11:24 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.7</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>„Die Geschichte des Weißen, der nach Indien ging &#8230; und blieb“</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/lhistoire-du-blanc-qui-partit-en-inde-et-y-resta/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/lhistoire-du-blanc-qui-partit-en-inde-et-y-resta/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 16:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olivier Courtois</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Carnet de route]]></category>

		<category><![CDATA[école]]></category>

		<category><![CDATA[éducateur]]></category>

		<category><![CDATA[enfants]]></category>

		<category><![CDATA[études]]></category>

		<category><![CDATA[foyer]]></category>

		<category><![CDATA[luttes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1148</guid>
		<description><![CDATA[Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht…
Etwa so: ich hätte Gandhi gefunden, irgendwo, versteckt in einem Ashram, als Bootsfahrer in Benares, als Reinkarnation eines jungen Aktivisten der Kongresspartei in Delhi&#8230; das wäre DER Coup für einen Journalisten gewesen&#8230; an den ich niemals wirklich geglaubt habe.

Denn&#8230; seit der ersten Etappe meiner Reise hat man mir die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht…<br />
Etwa so: ich hätte Gandhi gefunden, irgendwo, versteckt in einem Ashram, als Bootsfahrer in Benares, als Reinkarnation eines jungen Aktivisten der Kongresspartei in Delhi&#8230; das wäre DER Coup für einen Journalisten gewesen&#8230; an den ich niemals wirklich geglaubt habe.<br />
<a href="http://inde2009.arte.tv/blog/fr/lhistoire-du-blanc-qui-partit-en-inde-et-y-resta"><img src="http://inde2009.arte.tv/blog/wp-content/uploads/2009/07/etape15.jpg" alt="etape15" title="etape15" width="639" height="232" class="aligncenter size-full wp-image-1717" /></a><br />
Denn&#8230; seit der ersten Etappe meiner Reise hat man mir die Orte gezeigt, an denen er getötet und verbrannt wurde&#8230; es war von vornherein klar, dass ich ihn nicht treffen würde&#8230;<br />
Gandhi ist tot&#8230; und ich wusste, dass er auch auf meiner Reise nicht wieder auferstehen würde. Obwohl ich einige Menschen getroffen habe, die versuchen, in ihrem Alltag nach seinen Prinzipien zu leben.<br />
<span id="more-1148"></span><br />
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a title=" " href="http://farm3.static.flickr.com/2427/3664909394_31f11df676_d.jpg" rel="lightbox[1148]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2427/3664909394_31f11df676_m.jpg" alt="Ekta Parishad Orissa" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Schon wieder dieser Kerl… verfolge ich ihn oder er mich?</p></div></p>
<p>Wie also soll ich meine Reiseberichte würdig beschließen?<br />
Zuerst hatte ich gehofft, einen abgebrühten Unternehmer zu treffen, der mir sagt, Gandhis Ideologie sei überholt und schade der Weiterentwicklung des Landes. Vielleicht gibt es Unternehmer, die so denken, aber das würden sie vor einer Kamera nie zugeben. Weniger aus Furcht, eine Ikone zu beschmutzen, als aus einfachem Zeitmangel.<br />
Diese Leute haben anderes zu tun, als über Gandhi zu reden&#8230;<br />
Mal ehrlich, wer, außer mir, spricht denn überhaupt noch von Gandhi?<br />
Das moderne Indien hat Gandhi vergessen&#8230;</p>
<p>Was?! Die Spuren, die ich drei Monate lang zu verfolgen glaubte, sind also nur Einbildung?<br />
Ja, wenn ich sie Schritt für Schritt gegangen wäre.<br />
Nein, weil ich Gandhis Spuren nicht blind gefolgt bin.<br />
Gandhis Spuren waren nur ein Vorwand, um zahlreichen Menschen auf meinen Weg zu begegnen.<br />
Auf meiner Reise wollte ich nichts beweisen. Ich habe nur versucht, Menschen vorzustellen, deren Alltag ein wenig das Leben im heutigen Indien widerspiegelt. </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="IMG_3088" href="http://farm3.static.flickr.com/2489/3696895029_e611e5d915_d.jpg" rel="lightbox[1148]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2489/3696895029_e611e5d915_m.jpg" alt="IMG_3088" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Meine Reise auf den Spuren Gandhis war nicht umsonst, wenn meine Berichte und Reportagen gezeigt haben, dass Indien mehr ist als: die bunten Kulissen der Filme aus Bollywood, die düsteren Szenen aus „Slumdog millionaire“, das Leben in den Elendsvierteln der Großstädte, die Einkaufstempel der neuen Städte, der Eifer der Pilger am Ganges, die Kaufsucht der städtischen Mittelschicht, das Leben eines Unternehmers in Kalkutta oder das eines Rikscha-Fahrers in Patna&#8230; nein, Indien ist nicht nur das, was ich gesehen habe, denn ich habe zu wenig gesehen und das, was ich gesehen habe, war zu kurz&#8230;<br />
Indien ist nicht nur das&#8230; aber es ist auch all das&#8230;<br />
Indien wird man niemals ganz verstehen, Indien fordert einen immer wieder heraus, weil es man es nicht verstehen kann&#8230;<br />
Ich brauchte also noch eine Geschichte, um sicher zu sein, dass ich nichts verstanden hatte&#8230;</p>
<p>Das war die Geschichte von Pascal.<br />
Pasal habe ich vor zwei Jahren in Delhi kennen gelernt.<br />
Er war gerade nach Indien gekommen&#8230; nachdem er Paris und seine Arbeit als Erzieher dort verlassen und seine Wohnung verkauft hatte. Er wollte in Indien eine Weltreise beginnen, eine Reise ohne Rückkehr&#8230;<br />
Doch die kaum begonnene Weltreise endete in Indien&#8230; und daran waren Kinder schuld&#8230; Straßenkinder&#8230;<br />
Als er in den Straßen Indiens über eines von ihnen stolpert, beschloss er, ihnen zu helfen. Er hat die Qual der Wahl&#8230; allein in Delhi gibt es 100.000 Straßenkinder&#8230;<br />
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="IMG_3277" href="http://farm4.static.flickr.com/3047/3696902167_220a367c11_d.jpg" rel="lightbox[1148]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3047/3696902167_220a367c11_m.jpg" alt="IMG_3277" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Pascal Fautrat</p></div></p>
<p>Als Pascal und ich uns verabschieden, bleibt er zurück – mit seinen klaren humanitären Zielen. Ich ziehe weiter, mit meinen mehr oder weniger klaren journalistischen Zielen.<br />
Zwei Jahre lang haben wir uns aus den Augen verloren&#8230;<br />
Zwei Jahre später bin ich mehr oder weniger Journalist und höre von einem Franzosen, der in Delhi ein Heim für Straßenkinder gegründet hat.<br />
Kein anderer als Pascal!<br />
Seit einem Jahr nimmt das Heim „Chaya“ im Süden von Delhi 16 Kinder im Alter von 4 bis 17 Jahren auf. 16 Kinder, nicht mehr&#8230; damit die Betreuer jedem dieser Jungen gerecht werden können. Denn deren Ausbildung beschränkt sich nicht allein auf die Schule, die viele die Älteren nach vielen Jahren Unterbrechung nun wieder besuchen. </p>
<p>Die Kinder sollen nicht mehr nur erleiden, wie sie es jahrelang getan haben, sondern selbst handeln… das ist das Ziel von Pascal, der unterstützt wird von Shariq, einem jungen Sozialarbeiter und einem Team aus etwa 20 Ehrenamtlichen – aus Indien und dem Westen – die jeden Nachmittag nach der Schule Kurse in Englisch, Französisch, Geschichte, Geographie, Mathematik anbieten, oder die Kinder in kreative Bereiche wie Video oder Fotografie einweisen. </p>
<p><em>Sir! Sir!</em> hört man immer wieder im Heim.<br />
So nennen die Jungs in „Chaya“ Pascal. Denn „ich bin“, wie er betont, „nicht ihr Vater“. Das wissen sie auch&#8230; obwohl zwischen „Sir Pascal“ und seinen Jungs eine ganz enge Verbindung besteht.<br />
Wie ein Vater, der er nicht ist, will Pascal nur das Beste für seine Kinder. Und er will beweisen, dass ehemalige Straßenkinder in der Lage sind, zu lernen, dass sie es bis zur Universität schaffen, dass sie Ärzte werden können oder, nach seinem Vorbild, Sozialarbeiter.<br />
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="Foyer Chaya" href="http://farm3.static.flickr.com/2524/3692716683_bce61a1876_d.jpg" rel="lightbox[1148]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2524/3692716683_bce61a1876_m.jpg" alt="Foyer Chaya" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div><i>&#8220;Die Betreiber von Chaya glauben, dass Straßenkinder auch eine andere Zukunft haben können, als die Schule mit 18 zu beenden, um Gemüseverkäufer oder Wachmann in einem Geschäft zu werden. Viele andere Hilfsorganisationen glauben das leider nicht. Sie gehen davon aus, dass ihre Arbeit beendet ist, wenn die Kinder das 18. Lebensjahr erreicht haben und dass sie nun alleine zurecht kommen.<br />
Wir wollen, so sagt man uns bei Chaya, dass die Kinder die besten Schulen besuchen. Das ist wichtig für sie selbst, aber auch, um den anderen zu beweisen, dass auch sie dazu fähig sind.&#8221;</i><div class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a title="Foyer Chaya" href="http://farm4.static.flickr.com/3582/3692717007_5870a01ab3_d.jpg" rel="lightbox[1148]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3582/3692717007_5870a01ab3_m.jpg" alt="Foyer Chaya" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div><br />
Am Tag nach meinem Besuch sagt mir Pascal, dass die Kinder des Heims eine Aufnahmeprüfung für die „Sanskriti school“, einer angesehenen Privatschule, machen würden. Er weiß, dass es nicht alle Kinder schaffen werden, er hofft auf drei oder vier. Aber allein die Tatsache, dass ehemalige Straßenkinder diese Aufnahmeprüfung machen können, ist ein erster Beweis dafür, dass diese Jungs es weit bringen können. Und die Mädchen? Haben auch sie eine Chance? Warum sind keine Mädchen in Chaya?<br />
<i>&#8220;Wir mussten irgendwo anfangen, erklärt Pascal. Wir haben mit einem Heim für Jungs begonnen, aber wir möchten weitere Häuser in Delhi eröffnen, einige davon für Mädchen.&#8221;</i> </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a title="Foyer Chaya" href="http://farm3.static.flickr.com/2460/3692716467_9979bc71be_d.jpg" rel="lightbox[1148]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2460/3692716467_9979bc71be_m.jpg" alt="Foyer Chaya" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Shariq. Sozialarbeiter bei Chaya</p></div>Aber dafür, auch das weiß Pascal, braucht es Geld, das er momentan nicht hat. Tag für Tag ist er unterwegs, auf der Suche nach finanzieller Unterstützung. Shariq kümmert sich währenddessen um die Kinder im Heim.<br />
Das jährliche Budget des Heims beträgt 50.000 Euro. 20 Prozent werden über die Fördergelder für die 16 Jungen gedeckt.<br />
Und die restlichen 80 Prozent?&#8230; die stammen aus dem Verkauf von Pascals Wohnung in Paris. Irgendwann werden diese Mittel erschöpft sein.<br />
Deshalb sucht Pascal eine langfristige Unterstützung durch eine Unternehmen oder eine Stiftung&#8230; und private Spender. Denn er braucht eine gesunde finanzielle Basis, um Chaya weiter entwickeln zu können. Mehr als 15 Kinder wird das Heim aber nicht aufnehmen, nur so ist eine individuelle und adäquate Betreuung gewährleistet. </p>
<p>Und Pascal? Er lebt hier für die anderen, aber denkt er dabei auch an sich? Das tut er Tag für Tag, denn die Arbeit mit den Kindern ist für ihn kein Opfer, sie ist zu seinem Lebensmittelpunkt geworden.<br />
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 229px"><a title="Foyer Chaya" href="http://farm3.static.flickr.com/2670/3693521252_75725d16a0_d.jpg" rel="lightbox[1148]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2670/3693521252_75725d16a0_m.jpg" alt="Foyer Chaya" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Während meiner dreimonatigen Reise habe ich immer wieder Menschen getroffen, deren Sinn des Lebens darin besteht, für etwas zu oder jemanden zu kämpfen: für den Schutz des Ganges, für die Rechte der Landlosen in Orissa, für die Kinder in den Elendsvierteln von Kalkutta, für die Agariya in Gujarat, für die Straßenkinder in Delhi&#8230;<br />
Pascal, Sita, Pankti, Vishori, Bhadra&#8230; sie alle führen ihren Kampf unter schwierigen Bedingungen. Aber während ich meinen Blog abschließe und meine Tasche für die Rückkehr packe, denke ich an die Worte von Ritwik, Sozialarbeiter in Kalkutta:<br />
<div class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a title="Foyer Chaya" href="http://farm3.static.flickr.com/2458/3692716191_81816ac5bf_d.jpg" rel="lightbox[1148]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2458/3692716191_81816ac5bf_m.jpg" alt="Foyer Chaya" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div><i>&#8220;Natürlich hat Indien viele Probleme, es wäre lächerlich, dies leugnen zu wollen. Aber im Laufe seiner Geschichte ist es diesem Land gelungen, sich von den Engländern zu befreien, von den Mongolen, den Afghanen und vielen weiteren Besatzern. Da wird es ihm doch auch gelingen, sich von seinen aktuellen Problemen zu befreien.&#8221;</i><br />
Ich nehme ein wenig von diesem indischen Optimismus mit nach Hause.<br />
Optimismus braucht man überall, nicht wahr?<br />
Auch in Frankreich und Deutschland. </p>
<p>Wenn Sie Chaya unterstützen wollen:<br />
Chaya France<br />
14, rue Richard Wagner<br />
78670 Villennes-sur-Seine<br />
<a href="http://www.tarafrance.org" target="_blank">www.tarafrance.org</a></p>
<p>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3693521252/" title="Foyer Chaya" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2670/3693521252_75725d16a0_s.jpg" alt="Foyer Chaya" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3692717007/" title="Foyer Chaya" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3582/3692717007_5870a01ab3_s.jpg" alt="Foyer Chaya" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3692716683/" title="Foyer Chaya" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2524/3692716683_bce61a1876_s.jpg" alt="Foyer Chaya" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3692716467/" title="Foyer Chaya" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2460/3692716467_9979bc71be_s.jpg" alt="Foyer Chaya" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3692716191/" title="Foyer Chaya" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2458/3692716191_81816ac5bf_s.jpg" alt="Foyer Chaya" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3693519910/" title="Foyer Chaya" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3589/3693519910_488ba339a0_s.jpg" alt="Foyer Chaya" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3692715721/" title="Foyer Chaya" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2605/3692715721_8b03762c14_s.jpg" alt="Foyer Chaya" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3692715477/" title="Foyer Chaya" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2448/3692715477_2f4b56ffb3_s.jpg" alt="Foyer Chaya" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3696872831/" title="IMG_3283" rel="flickr-mgr[72157621025800362]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2511/3696872831_02eb55be28_s.jpg" alt="IMG_3283" class="flickr-medium" />
</a>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/lhistoire-du-blanc-qui-partit-en-inde-et-y-resta/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>„16 Jungen unter einem Dach“</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/seize-garcons-dans-le-vent/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/seize-garcons-dans-le-vent/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 16:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ARTE</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Etapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1768</guid>
		<description><![CDATA[Sie sind zwischen vier und 17 Jahren alt und leben unter einem Dach. Dem Dach von „Chaya“, einem Haus, das Pascal Fautrat vor einem Jahr gegründet hat. Pascal Fautrat ist ein Erzieher aus Frankreich, der 2007 in Indien eine Weltreise beginnen wollte... aber er blieb in Indien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind zwischen vier und 17 Jahren alt und leben unter einem Dach. Dem Dach von „Chaya“, einem Haus, das Pascal Fautrat vor einem Jahr gegründet hat. Pascal Fautrat ist ein Erzieher aus Frankreich, der 2007 in Indien eine Weltreise beginnen wollte&#8230; aber er blieb in Indien, um sich dort um die Straßenkinder zu kümmern.<br />
16 Jungen leben im Heim. Sie sind Waisen oder wurden von ihren Familien verstoßen. Chaya ist ihr neues Zuhause und Pascal kümmert sich wie ein Vater um sie. Er will die beste Ausbildung für sie, die besten Schulen und die beste Zukunft.<br />
Eine Herausforderung, in diesem Land, in dem Tausende von Kindern auf der Straße leben&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/seize-garcons-dans-le-vent/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>25000 Hochzeiten und ein Todesfall</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/25000-mariages-et-un-enterrement/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/25000-mariages-et-un-enterrement/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 22:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olivier Courtois</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Carnet de route]]></category>

		<category><![CDATA[famille]]></category>

		<category><![CDATA[femmes]]></category>

		<category><![CDATA[mariage]]></category>

		<category><![CDATA[normes]]></category>

		<category><![CDATA[société]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=650</guid>
		<description><![CDATA[25000.
So viele Hochzeiten wurden am 08. Mai 2009 allein beim Standesamt von Delhi registriert. Woher diese Hochzeitswut gerade an diesem Tag?

 Weil in Indien keine Hochzeit stattfindet, ohne dass vorher die Sterne befragt werden. Nachdem ein Astrologe das Profil der beiden künftigen Eheleute studiert hat, sagt er den Familien, welches Hochzeitsdatum eine glückliche Ehe verspricht.

Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br />
<b>Warning</b>:  Invalid argument supplied for foreach() in <b>/data/www/root/inde2009.arte.tv/blog/wp-content/plugins/wordpress-flickr-manager/FlickrManager.php</b> on line <b>829</b><br />
<p>25000.<br />
So viele Hochzeiten wurden am 08. Mai 2009 allein beim Standesamt von Delhi registriert. Woher diese Hochzeitswut gerade an diesem Tag?</p>
<p><a href="http://inde2009.arte.tv/blog/de/25000-mariages…un-enterrement/"><img src="http://inde2009.arte.tv/blog/wp-content/uploads/2009/08/etape14.jpg" alt="etape14" title="etape14" width="639" height="232" class="aligncenter size-full wp-image-1684" /></a></p>
<p> Weil in Indien keine Hochzeit stattfindet, ohne dass vorher die Sterne befragt werden. Nachdem ein Astrologe das Profil der beiden künftigen Eheleute studiert hat, sagt er den Familien, welches Hochzeitsdatum eine glückliche Ehe verspricht.<br />
<span id="more-650"></span><br />
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Delhi" href="http://farm4.static.flickr.com/3641/3525372404_8e4419ab10_d.jpg"  rel="lightbox[650]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3641/3525372404_8e4419ab10_m.jpg" alt="Delhi" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Fanfare einer Ehe</p></div>Und der 8. Mai war offensichtlich für viele junge Brautpaare der richtige Tag&#8230; Einige von ihnen wären vielleicht „noch glücklicher geworden“, wenn sie sich für eine der anderen Bräute oder einen der anderen Bräutigame hätten entscheiden können&#8230;</p>
<p>Ich mache mich über ein Thema lustig, über das es in Indien nichts zu lachen gibt. Die Hochzeit ist – wie der Respekt vor den Eltern oder der Religion – eine gesellschaftliche Institution&#8230; über die man Gutes sagt, oder besser schweigt&#8230; vor allem in traditionell geprägten Kreisen.<br />
25000 Hochzeiten also&#8230;</p>
<p>In Frankreich oder Deutschland hätte ich meinen Artikel mit „25000 Hochzeiten und 10000 Scheidungen“ überschrieben.<br />
In Indien lässt man sich nicht (oder noch nicht?) scheiden. </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="flickr-image alignright" title="Delhi" href="http://farm4.static.flickr.com/3357/3525372600_49a9c51459_d.jpg"  rel="lightbox[650]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3357/3525372600_49a9c51459_m.jpg" alt="Delhi" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Musiker einer Fanfare</p></div>In Europa heiratet man, weil man sich liebt. Wenn man sich nicht mehr liebt, oder meint, sich nicht mehr zu lieben, trennt man sich wieder. In Indien gibt es – außer in besonders „verwestlichten“ Kreisen – keine Liebesheirat - wie sollte es auch, wenn die Brautpaare sich am Tag der Hochzeit das erste Mal sehen? – aber es gibt auch keine Scheidung. Eine Heirat ist nicht nur die Vereinung zweier Menschen, sondern in erster Linie die zweier Familien aus der gleichen Kaste. Die Liebe ist dabei zweitrangig.<br />
„Die Liebe kam mit der Zeit, mit den Tagen, Wochen, Jahren“, vertraute mir Prahlad, einer meiner ehemaligen Hindi-Lehrer an, der seit 10 Jahren verheiratet ist. Ich persönlich hatte immer gedacht, mit der Zeit würde die Liebe weniger&#8230; noch ein kultureller Unterschied nach dem unterschiedlichen Sinn für Humor&#8230;<br />
Was bedeutet also nun meine Überschrift – außer einer naheliegenden aber trotzdem nicht schlecht getroffenen! Anspielung auf einen Film, der fast aus Bollywood sein könnte – ?<br />
Dass viele Menschen ihre Träume begraben müssen&#8230; vor allem Frauen. </p>
<p>Am Wochenende schlendere ich über den Connaught Place, dem zentralen Platz von Neu-Delhi mit seinen Geschäften mit indischen und westlichen Markenkleidern (ein bisschen wie in Gurgaon, aber mit einer menschenfreundlicheren Architektur, um auf meine zweite Etappe zurück zu kommen). Dort beobachte ich die Frauen der so genannten „Mittelschicht“ in ihren farbigen Saris - viele von ihnen wohl genährt, als Zeichen des sozialen Erfolgs – in Begleitung ihrer zwei Kinder, die ein Eis von Mac Donald’s lecken&#8230; dieses Bild mag überspitzt wirken, aber ich garantiere allen, die über den Connaught Place gehen, dass sie diese Art von Familie zuhauf treffen werden&#8230; Ich sehe also diese Frauen und frage mich:</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Delhi" href="http://farm4.static.flickr.com/3589/3521228094_f4d48d6ac1_d.jpg"  rel="lightbox[650]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3589/3521228094_f4d48d6ac1_m.jpg" alt="Delhi" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Die Familie der Braut erwartet die Ankunft des Bräutigams</p></div>„Auf welche Träume haben sie am Tag ihrer Hochzeit verzichtet?“<br />
Ich möchte niemandem Träume andichten, der keine hat. Die Bettler in ihren Lumpen um den Connaught Place können sich diesen Luxus wahrscheinlich nicht leisten&#8230;(die Regierung hat angekündigt, die Bettler in Kürze des Platzes zu verweisen, damit dieser für die Commenwealth-Spiele im nächsten Jahr „sauber ist)&#8230; Zum Glück für die Regierung, haben die armseligen Bettler keine Träume, denn hätten sie welche und wollten diese auch noch verwirklichen, könnte es passieren, dass sie für ihre Rechte kämpfen. 500 Millionen Arme, die plötzlich für ihre Rechte auf die Straße gehen; das würde der „größten Demokratie der Welt“ ganz schön zu schaffen machen&#8230; Aber zurück zu den Frauen: Bei ihnen kann ich mit Sicherheit sagen, dass viele von ihnen am Tag ihrer Hochzeit ihre Träume begraben müssen&#8230;</p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="flickr-image alignright" title="Delhi" href="http://farm4.static.flickr.com/3409/3520416369_3abb89f308_d.jpg"  rel="lightbox[650]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3409/3520416369_3abb89f308_m.jpg" alt="Delhi" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Ankunft des Bräutigams mit Wagen. Gleich sieht er seine Frau zum ersten Mal...</p></div>Keine verheiratete indische Frau würde über ihre heimlichen Wünsche sprechen, schon gar nicht mit einem Mann… ganz zu schweigen von einem ausländischen Journalisten. Die jungen, ledigen Frauen aber sprechen noch ganz offen über ihre Träume. Und viele von ihnen sind nicht mehr bereit, die alten Regeln der patriarchalischen Gesellschaft stillschweigend hinzunehmen. </p>
<p>So wie Reema, die 23 jährige Frau, die ich in meinem Videoportait zu diesem Artikel vorstelle. Dies war möglich, weil ich Reema schon seit zwei Jahren kenne. Ich habe sie 2007 vor der Großen Moschee in Delhi am Tag des Fastenbrechens des Ramadans kennen gelernt. <div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Reema" href="http://farm4.static.flickr.com/3376/3524565623_b622af915d_d.jpg"  rel="lightbox[650]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3376/3524565623_b622af915d_m.jpg" alt="Reema" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Reema</p></div>Als Nicht-Moslems kamen wir ins Gespräch. Außerdem interessiert Reema sich für die französische Sprache. Sie lernt Französisch, weil sie später ein Reisebüro für Kunden aus der Schweiz, Belgien und Frankreich eröffnen möchte. </p>
<p>Reema und ich verstanden uns gut und bauten ein gegenseitiges Vertrauen auf. So hat sie mir anvertraut, dass sie das traditionelle Familienmodell ablehnt und erst einmal ihre beruflichen Pläne verwirklichen möchte. Aber Reema weiß auch, dass sie das nur mit der Unterstützung ihrer Familie schaffen kann. Zeenat hat diese Freiheit nicht&#8230; Ich nenne bewusst Zeenats richtigen Namen, aber auch wenn ich sie Shakutala oder Preeti genannt hätte: ihre Geschichte wäre die gleiche geblieben&#8230;<br />
Ursprünglich hatte ich Zeenat vorgeschlagen, diese Reportage mit ihr zu machen. Als meine Sprachkenntnisse – langsam aber sicher – besser wurden und ich auch persönlichere Gespräche mit ihr führen konnte. Zeenat war eine meiner jungen Hindi-Lehrerinnen während meines Aufenthalts in einer kleinen Stadt im Norden des Landes von April bis Juli 2008.<br />
„Ich würde gerne in einer Hilfsorganisation arbeiten, um den armen Frauen auf dem Land zu helfen“&#8230; das war Zeenats Traum&#8230;<br />
„Aber ich werde bald 22 und werde bald heiraten müssen. Das gehört sich so. Wenn ich nicht heirate, werden die Nachbarn, die Cousins, Onkel und Tagen sagen Zeenat ist nicht einmal gut genug zum Heiraten, und diese Schande möchte ich meinen Eltern ersparen.“<br />
Das Ende eines Traums&#8230;<br />
Als ich Zeenat vorschlug, mit ihr die Reportage zu machen, sagte sie mir, sie habe keine Zeit. Ihre Absage – die ich nicht bewerte, das steht mir nicht zu – hat wohl aber mehr damit zu tun, dass es für Zeenat keinen Sinn mehr hat, über ihre Träume und Wünsche zu sprechen.<br />
Den meisten indischen Frauen geht es wie Zeenat, Reema ist eine Ausnahme&#8230;</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a title="Champ de sel" href="http://farm3.static.flickr.com/2318/3530960924_1c2e443e80_d.jpg"  rel="lightbox[650]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2318/3530960924_1c2e443e80_m.jpg" alt="Champ de sel" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Pankti</p></div>Oder die Frau muss ihre Familie und ihre Heimat verlassen. So wie Pankti, die 30 jährige Frau, die mich zum Rann von Kachchh begleitet hat, wo sie für eine Hilfsorganisation zur Unterstützung der Agariya, der „Salzarbeiter“, arbeitet.<br />
Sieben Jahre nachdem Pankti gegangen war, konnte ihre Familie, die im Bundesstaat Goa lebt, die Entscheidung ihrer Tochter verstehen&#8230; aber trotzdem: auf die Heirat zu verzichten, um sein eigenes Leben zu führen, das grenzt in Indien an Verrücktheit&#8230;</p>
<p>Zurück zum Connaught Place… ich könnte mir bei Mac Donald’s ja ein Eis holen…<br />
Ich will nicht behaupten, dass alle diese wohlgenährten Frauen aus der Mittelschicht frustriert sind, weil sie auf ihre Träume verzichten und sich den gesellschaftlichen Zwängen fügen mussten. Auch die Kindererziehung ist eine wichtige Aufgabe. Das Problem der Vereinbarung von Familien- und Berufsleben betrifft ja nicht nur die indischen Frauen. Überall auf der Welt müssen Frauen sich entscheiden und Kompromisse eingehen. Mit dem Unterschied, dass die Frauen in Europa heiraten können, während sie in Indien heiraten müssen&#8230; mit Ausnahme ein paar weniger Frauen wie Reema, der ich „weder-Hochzeit-noch-viele-Kinder“ wünsche, ganz im Gegensatz zu den indischen Filmen aus Bollywood, deren happy-end so gut wie immer mit einer üppigen Hochzeit endet&#8230; und nie mit einem Todesfall. </p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Reema" href="http://farm4.static.flickr.com/3242/3524565821_2d6172b212_d.jpg"  rel="lightbox[650]"><img class="flickr-large aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3242/3524565821_2d6172b212_m.jpg" alt="Reema" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div></p>
<p><i>„Die Emanzipation der Frauen ist das Heil Indiens“ </i></p>
<p align="right"><strong>Gandhi</strong></p>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/25000-mariages-et-un-enterrement/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>« Eine pragmatische junge Frau »</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/jeune-femme-pragmatique/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/jeune-femme-pragmatique/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 22:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ARTE</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Etapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1761</guid>
		<description><![CDATA[Mit 23 Jahren sollte eine indische Frau ans Heiraten denken... wenn sie nicht schon verheiratet ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 23 Jahren sollte eine indische Frau ans Heiraten denken&#8230; wenn sie nicht schon verheiratet ist.<br />
Reema Singhal denkt nicht daran; sie hat andere Pläne, vor allem berufliche. Momentan arbeitet sie in einem Verlag, aber später will sie ihr eigenes Touristik-Unternehmen gründen. Pläne, die der klassischen Rolle der verheirateten indischen Frau widersprechen. Diese hat sich in erster Linie um die Familie und die Erziehung der Kinder zu kümmern. Reema hat sich anders entschieden: sie will ihren eigenen Weg gehen, außerhalb der gesellschaftlichen Normen.<br />
Wird sie sich durchsetzen können, in der noch immer patriarchalisch geprägten indischen Gesellschaft, in der auch heute noch jahrtausendalte Regeln gelten?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/jeune-femme-pragmatique/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Indien hat gewählt!</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/a-vote/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/a-vote/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 22:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olivier Courtois</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Carnet de route]]></category>

		<category><![CDATA[Congrès]]></category>

		<category><![CDATA[éducation]]></category>

		<category><![CDATA[élections]]></category>

		<category><![CDATA[enfants]]></category>

		<category><![CDATA[législatives]]></category>

		<category><![CDATA[malnutrition]]></category>

		<category><![CDATA[scolarité]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1107</guid>
		<description><![CDATA[Vom 13. April bis 16. Mai 2009 haben die Inder die 537 Abgeordneten der „Lok Sabha“, des Unterhauses des gesamtindischen Parlaments gewählt. 

Indien hat den Indischen Nationalkongress gewählt&#8230;
Die 1885 gegründete Partei (auch Kongresspartei genannt), der auch Gandhi – bis zum seinem Rücktritt im Jahr 1934 – angehörte, erhielt 206 Sitze.

Mit seinen traditionellen Partnern und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 13. April bis 16. Mai 2009 haben die Inder die 537 Abgeordneten der „Lok Sabha“, des Unterhauses des gesamtindischen Parlaments gewählt. </p>
<p><a href="http://inde2009.arte.tv/blog/de/a-vote/"><img src="http://inde2009.arte.tv/blog/wp-content/uploads/2009/07/etape13.jpg" alt="etape13" title="etape13" width="639" height="232" class="aligncenter size-full wp-image-1667" /></a></p>
<p>Indien hat den Indischen Nationalkongress gewählt&#8230;<br />
Die 1885 gegründete Partei (auch Kongresspartei genannt), der auch Gandhi – bis zum seinem Rücktritt im Jahr 1934 – angehörte, erhielt 206 Sitze.<br />
<span id="more-1107"></span><br />
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Wahlen" href="http://farm3.static.flickr.com/2437/3618122309_45e0b964a7_d.jpg" rel="lightbox[1107]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2437/3618122309_45e0b964a7_m.jpg" alt="Wahlen" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Wahllokal in Delhi. Fotokredit: Charlotte Pianetti. Mai 09</p></div></p>
<p>Mit seinen traditionellen Partnern und der Unterstützung einiger anderer, kleiner Parteien, hat die Kongresspartei mit 322 Sitzen die absolute Mehrheit. Sie ist nicht mehr von der Unterstützung anderer – vor allem linker – Parteien abhängig, die in der vorherigen Koalition ihre Bedingungen diktieren konnten&#8230; bis sie sich 2008 aus Protest gegen die Atom-Vereinbarung zwischen Indien und den USA aus der Regierung zurückzogen. </p>
<p>Eine Partei allein kann in Indien nicht regieren. </p>
<p>Allianzen sind notwendig, da das „Angebot“ bei den Wahlen enorm groß ist. Tausende von Kandidaten stellen sich in den 28 Bundesstaaten mit regional geprägten Programmen zur Wahl, um möglichst viele Wähler vor Ort zu gewinnen.<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="Wahlen" href="http://farm4.static.flickr.com/3596/3618942714_aba9461ffb_d.jpg" rel="lightbox[1107]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3596/3618942714_aba9461ffb_m.jpg" alt="Wahlen" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Wähler in Delhi. Fotokredit: Charlotte Pianetti. Mai 09</p></div></p>
<p>Die Befürworter dieser Allianzen argumentieren, sie würden die Zentralregierung dazu zwingen, den Bedürfnissen der jeweiligen Regionen Rechnung zu tragen. Die meisten Inder aber fürchten, die Koalitionen würden notwendige Reformen, die das Land für seine Weiterentwicklung braucht, blockieren. </p>
<p>„Diese erzwungenen Koalitionen sind eine Wunde unserer Demokratie“, sagt mir Anil. Er hat nicht für die Kongresspartei gestimmt, freut sich aber, dass Indien dieses Mal eine dieser schwierigen Allianzen erspart blieb. Denn sind die Meinungsunterschiede zu groß, schadet das der Effizienz. </p>
<p>„Sieg der Stabilität“ freuten sich die indischen Medien beim klaren Sieg der UPA (United Progressive Alliance), der Parteienkoalition unter Führung des Indischen Nationalkongresses, die das Land schon seit fünf Jahren regiert. </p>
<p>Zwei Wochen nach der Wahl wurde der amtierende Premierminister Manmohan Singh in seiner Funktion bestätigt. Für die nächsten fünf Jahre? Das ist nicht sicher, denn schon heute sehen die meisten Inder den jungen, 38 jährigen Generalsekretär der Kongresspartei Rahul Gandhi als kommenden Premierminister. </p>
<p>Gandhi? Ja, Gandhi. Noch einer. Aber kein Verwandter von Mahatma Gandhi. Rahul Gandhi ist der letzte Nachkomme einer Familie, die in Indien seit mehreren<br />
Generationen Politik macht. Sein Urgroßvater ist Jawaharlal Nehru, erster Premierminister nach der Unabhängigkeit im Jahr 1947. Die Großmutter Indira war von 1966 </p>
<p>bis 1977 und von 1980 bis 1984 Premierministerin, gefolgt von Rahuls Vater Rajiv Gandhi, Premierminister von 1984 bis 1989. Seine Mutter Sonia ist derzeit Präsidenten der Kongresspartei. </p>
<p>Egal ob heute mit Manmohan Singh oder morgen mit Rahul Gandhi, die Kongresspartei und ihr Premierminister müssen jetzt beweisen, dass sie – fast allein und ohne Allianzen – in der Lage sind, das Land gut zu regieren. Für Misserfolge können sie jetzt keine widerspenstigen Koalitionspartner mehr verantwortlich machen. </p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Wahlen" href="http://farm4.static.flickr.com/3631/3618942362_85983fbbd9_d.jpg" rel="lightbox[1107]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3631/3618942362_85983fbbd9_m.jpg" alt="Wahlen" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Das Wahlsymbol der BJP ist eine Lotusblüte. Fotokredit: Charlotte Pianetti</p></div>Fünf Jahre, um das Land zu verändern&#8230; aber in welche Richtung? In den Tagen nach der Wahl erinnerten die indischen Wochenzeitungen  <em> Outlook </em> und <em>India Today </em> auf ihren Titelseiten an die Attentate im Land.<br />
<em>Outlook </em>titelte: <em> „Was Indien braucht: Agenda für die neue Regierung“</em> und India Today schrieb:<em> „Die 100 ersten Tage der Regierung: notwendige politische, soziale, wirtschaftliche und diplomatische Aktionen der neuen Regierung“.</em> </p>
<p>Die Tatsache, dass ich drei Monate durch Indien reise, befähigt mich bei weitem nicht, zu erläutern, welche Reformen Indien braucht. Obwohl&#8230; einige sind so offensichtlich, dass sie jeder Reisende sehen muss&#8230; Wenn sein Blick von der „Magie Indiens“ – oder dem Charme von „l’Incredible India“ laut dem offiziellen Slogan des Tourismusbüros in Delhi-  nicht vollständig geblendet ist.<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="Delhi" href="http://farm4.static.flickr.com/3297/3493593687_3ee24673cd_d.jpg" rel="lightbox[1107]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3297/3493593687_3ee24673cd_m.jpg" alt="Delhi" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Ich habe auf meiner Reise immer wieder Menschen mit schwierigen Lebensbedingungen kennen gelernt: Agariya im Rann von Kachchh, Rikscha-Fahrer, Bewohner der Elendsviertel in Patna, landlose Bauern in Orissa. Sie haben es so schwer, weil sie keine Bildung haben. Deswegen möchte ich jetzt doch ein paar Worte über die Bildung in Indien sagen. </p>
<p>Eines der Bilder, die mich in Indien am meisten erfreuen, ist das der Kinder, die morgens mit ihren sauberen und gebügelten Uniformen zur Schule gehen. In meinem Viertel in Delhi sah ich die „Schul-Rickschahs“, die die Kinder zur Schule und wieder nach Hause bringen. </p>
<p>Ich stelle mir vor, wie sie heute für eine bessere Zukunft von morgen lernen, um ihre Pläne und ihre Rechte zu verwirklichen.<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Inde1" href="http://farm4.static.flickr.com/3366/3619019526_5367b972bf_d.jpg" rel="lightbox[1107]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3366/3619019526_5367b972bf_m.jpg" alt="Inde1" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>„Dem Bildungsmangel liegt, im Verborgenen, ein politischer Wille zugrunde“, vertraute mir bei einem meiner vorherigen Aufenthalte Cyrille an, ein französischer Forscher, der in Delhi arbeitet. „Der Wachstum des Landes stützt sich in erster Linie auf die billigen Arbeitskräfte,  Millionen von Arbeitern, die Analphabeten sind. Würden sie eine angemessene Bildung erhalten, würden sie sofort nach Lohnerhöhungen verlangen, die die Wachstumsrate des Landes beeinträchtigen würden. Die Regierungen, eine wie die andere, haben kein Interesse daran, die Masse der Arbeitskraft  auszubilden. Sie achten nur darauf, dass ihnen diese nicht verhungert, damit sie weiter arbeiten kann und sich nicht auflehnt.“</p>
<p><em>Bildung macht frei</em>, sagte Gandhi&#8230; das ist sicher. Genau so sicher wie: keine Bildung macht unfrei&#8230;</p>
<p>Ich würde mir wünschen, Cyrilles Aussage wäre nur pathetischer Zynismus. Aber Tatsache ist: nach fünf Jahren Schulbesuch können weniger als 60% aller indischen Schüler gerade einmal eine kurze Geschichte lesen&#8230; darüber, ob sie diese auch verstehen, gibt es keine Untersuchungen&#8230;. 60% der Schüler sind unfähig, eine einfache Rechenaufgabe zu lösen. Hat Cyrille also doch Recht? </p>
<p>Geben wir der neuen Regierung einen Vertrauensvorschuss; in der Hoffnung, sie möge Cyrilles politisch inkorrekte Meinung widerlegen. Wenn aber die oben genannten schulischen „Leistungen“ sich nicht verändern, während die Wachstumsrate gleich bleibt – durch die Wirtschaftkrise ist diese immerhin von etwa 9 auf 6% gesunken – dann müssen wir wohl einsehen, dass wir Cyrille Recht geben müssen&#8230; </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="Inde2" href="http://farm4.static.flickr.com/3332/3618226685_f90b4bb774_d.jpg" rel="lightbox[1107]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3332/3618226685_f90b4bb774_m.jpg" alt="Inde2" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Im Moment ist die Bildungssituation zweigeteilt. Auf der einen Seite die privaten Einrichtungen, die teuer aber gut sind, auf der anderen die schlechten öffentlichen Bildungsangebote. Was heißt schon „öffentliche Bildung“&#8230; wenn die lokalen Behörden vier Wände mit einem Dach aufstellen, das sie „Schule“ nennen, ohne diese auch nur mit dem nötigsten Material auszustatten und ohne Gehalt für die Lehrer, die unter diesen Bedingungen nicht bereit sind, zu unterrichten. </p>
<p>Im Elendsviertel „Ambedkar Colony“ in Patna, wo ich Station gemacht habe, fehlt es nicht an potentiellen Schülern&#8230; aber ein Schüler ohne Schulranzen, ohne Bücher, ohne Hefte und ohne Lehrer ist nichts anderes als ein Kind ohne Zukunft. </p>
<p>Und das Bildungsproblem ist nur eines der Probleme, mit der die indische Bevölkerung – vor allem die jüngsten unter ihr – zu kämpfen hat.<br />
Über 25 Millionen Kinder kommen jährlich in Indien zur Welt.<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="Patna" href="http://farm4.static.flickr.com/3305/3600263174_52b0b188f6_d.jpg" rel="lightbox[1107]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3305/3600263174_52b0b188f6_m.jpg" alt="Patna" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Für die Hälfte von ihnen wird es nicht darum gehen, eine Rechenaufgabe zu lösen oder den Sinn eines Textes zu verstehen, ihre größte Aufgabe wir des sein, eine angemessene Mahlzeit zu bekommen. Fast die Hälfte aller indischen Kinder leiden unter Mangelernährung. Und es lernt sich schlecht, wenn man sich den Kopf darüber zerbrechen muss, ob und wann man wieder etwas zu essen bekommt&#8230; in Indien sterben immerhin keine Kinder den Hungertod&#8230; es gibt „nur“ unterernährte Kinder&#8230; .</p>
<p>Es gibt Schulen, die den Schülern ein kostenloses Mittagessen bieten, derartige Initiativen hängen aber immer vom guten Willen Einzelner oder lokaler Behörden ab. Auf Regierungsebene gibt es kein Programm, um diese Bildungsprobleme zu lösen, oder zumindest, um sich ihrer bewusst zu werden&#8230; Liegt es vielleicht daran, dass der Grundschulunterricht in den Kompetenzbereich der Bundesländer fällt?</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Inde3" href="http://farm4.static.flickr.com/3596/3618226779_3d3983492a_d.jpg" rel="lightbox[1107]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3596/3618226779_3d3983492a_m.jpg" alt="Inde3" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>50% unternährte Kinder, die eine schlechte Schulbildung genießen… wäre das nicht Grund genug, dass sich die Zentralregierung darum kümmert? </p>
<p>Wenn die Kongresspartei und ihre Koalitionspartner etwas für eine bessere Zukunft der jungen Inder tun wollen, müssen sie schnell handeln. Denn: von den etwa 25 Millionen Kinder, die jährlich in Indien geboren werden, sterben zwei Millionen vor Erreichen des fünften Lebensjahres. </p>
<p>Fünf Jahre&#8230;<br />
So viel Zeit bleibt auch der Kongresspartei bis zu den nächsten Wahlen&#8230; </p>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3618942952/" title="Elections" rel="flickr-mgr[72157619542212123]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3338/3618942952_f9d5b267cb_s.jpg" alt="Elections" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3618942714/" title="Elections" rel="flickr-mgr[72157619542212123]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3596/3618942714_aba9461ffb_s.jpg" alt="Elections" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3618122309/" title="Elections" rel="flickr-mgr[72157619542212123]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2437/3618122309_45e0b964a7_s.jpg" alt="Elections" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3618942362/" title="Elections" rel="flickr-mgr[72157619542212123]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3631/3618942362_85983fbbd9_s.jpg" alt="Elections" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3618122811/" title="Elections" rel="flickr-mgr[72157619542212123]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3410/3618122811_4b8e430bda_s.jpg" alt="Elections" class="flickr-medium" />
</a>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/a-vote/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>«Eine junge, politische engagierte Frau»</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/jeune-femme-politique/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/jeune-femme-politique/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 22:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ARTE</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Etapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1749</guid>
		<description><![CDATA[Ragini Nayak studiert im letzten Semester Jura in Delhi. Sie will Anwältin werden. Und Politikerin. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ragini Nayak studiert im letzten Semester Jura in Delhi. Sie will Anwältin werden. Und Politikerin.<br />
Politisch aktiv ist sie schon, die 27 Jährige ist Generalsekretärin der „National Students Union of India“, der Studentenorganisation der Kongresspartei. Ein Sprungbrett für eine mögliche spätere Wahl ins Parlament – ins Abgeordnetenhaus, der Lok Shaba oder in die Länderkammer, der Rajya Sabha. Die altehrwürdige, im Jahr 1885 gegründete Kongresspartei ist dabei, sich zu verjüngen, dank ihres jungen Generalsekretärs Rahul Gandhi, der als kommender Premierminister gehandelt wird&#8230;<br />
So weit ist Ragini noch nicht. Aber nach dem Sieg ihrer Partei im Mai hofft sie, dass diese die Reformen durchführen wird, die das Land dringend braucht. Vielleicht wird sie in fünf Jahren selbst kandidieren?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/jeune-femme-politique/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Der Gott der Butter und der Ventilatoren</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/le-dieu-du-beurre-et-des-ventilateurs/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/le-dieu-du-beurre-et-des-ventilateurs/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 22:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olivier Courtois</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Carnet de route]]></category>

		<category><![CDATA[Dieu]]></category>

		<category><![CDATA[foi]]></category>

		<category><![CDATA[hindouisme]]></category>

		<category><![CDATA[monothéisme]]></category>

		<category><![CDATA[prière]]></category>

		<category><![CDATA[religion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1472</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin noch immer Kalkutta und hier, bei der 12. Station meiner Reise, stelle ich fest, dass ich bisher vergessen habe, über ihn zu schreiben&#8230; 

Vielleicht verdient er auch nicht mehr, als diesen „12. Platz“? Vielleicht hätte er Besseres verdient? Vielleicht sollte man über ihn einfach schweigen, so wie er selbst immer schweigt? Aber in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin noch immer Kalkutta und hier, bei der 12. Station meiner Reise, stelle ich fest, dass ich bisher vergessen habe, über ihn zu schreiben&#8230; </p>
<p><a href="http://inde2009.arte.tv/blog/de/le-dieu-du-beurre-et-des-ventilateurs"><img src="http://inde2009.arte.tv/blog/wp-content/uploads/2009/07/etape12.jpg" alt="etape12" title="etape12" width="639" height="232" class="aligncenter size-full wp-image-1646" /></a></p>
<p>Vielleicht verdient er auch nicht mehr, als diesen „12. Platz“? Vielleicht hätte er Besseres verdient? Vielleicht sollte man über ihn einfach schweigen, so wie er selbst immer schweigt? Aber in Indien kommt man nicht um ihn herum&#8230; </p>
<p>Um wen? Um Gott, natürlich&#8230;<br />
<span id="more-1472"></span><br />
Kalkutta ist ein passender Ort, um über ihn – oder sie – zu sprechen. Denn Kalkutta ist die Stadt von Kali, Göttin des Todes und der Zerstörung, die wirklich alles andere als freundlich aussieht mit ihrer Kette aus Menschenschädeln, ihrer blutroten Zunge und der Bestimmtheit, mit der sie auf den Menschen herumtrampelt. Wenn Gott im Paradies so aussieht, sollte man das ewige Leben besser in der Hölle verbringen&#8230; </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="Inde1" href="http://farm3.static.flickr.com/2435/3690493552_77c8955b7c_d.jpg" rel="lightbox[1472]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2435/3690493552_77c8955b7c_m.jpg" alt="Inde1" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Der Kali-Tempel in Delhi</p></div></p>
<p>In Kalkutta wird man, wie überall in Indien, immer und überall mit Gott und den Gesetzen der Gläubigen konfrontiert&#8230; seien sie Hindus, Moslems, Sikhs, Christen oder Buddhisten. Kein Viertel ohne Tempel, kein Haus ohne Altar, kein Bus ohne Heiligenbilder. Der „republikanische Laizismus französischer Prägung“ ist für einen Inder absolut unverständlich, fast schon eine Beleidigung gegenüber „Gott, dem Schöpfer“, dessen Platz bei uns auf die Tiefen der Kirchen und unserer Gewissen beschränkt ist.<br />
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Inde3" href="http://farm3.static.flickr.com/2535/3690484326_20852e27c9_d.jpg" rel="lightbox[1472]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2535/3690484326_20852e27c9_m.jpg" alt="Inde3" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>In Indien stellt man Gott zur Schau, und mit ihm sich selbst&#8230; oder mit ihr, denn vergessen wir die Göttinnen nicht&#8230; Unter Kalis Kette aus Menschenschädeln habe ich Brüste beachtlichen Ausmaßes gesehen, mich aber davor gehütet, diese zu berühren, mit Kalis Brüsten ist nicht zu scherzen&#8230; Fatwas wurden schon weniger geringerer Vergehen verhängt&#8230; </p>
<p>Dass ein Inder sich öffentlich als Atheist bekennt, ist eher selten… höchstens im privaten Gespräch mit jemanden aus dem Westen – der für den indische Gesprächspartner zwangsläufig ein Ungläubiger oder zumindest Agnostiker ist. Die jungen Hindus – 80% der Inder sind Hindus, 13% Moslems, 2 bis 3% Sikhs, 2 bis 3% Christen und nur 0,5% Buddhisten – und das, in dem Land, in dem der historische Buddha in Bodhgaya im Bundesstaat Bihar unter einer Pappel-Feige, auch Buddhabaum genannt, die Erleuchtung erlangte – also: die jungen Hindus frequentieren die Tempel zwar nicht so regelmäßig wie ihre Eltern, Indien bleibt aber trotzdem ein tief religiös geprägtes Land. </p>
<p>„Gott ist das Wichtigste, egal, ob er existiert oder nicht.“<br />
Ein Aphorismus von Gandhi? Nein, von Jean d’Ormesson&#8230; jetzt ist es mir tatsächlich gelungen, den französischen Schriftsteller Jean d’Ormesson zu zitieren! Vielleicht war das am Anfang meiner Reise meine persönliche Herausforderung: auf den Spuren Gandhis wird es mir gelingen, d’Ormesson zu zitieren. Gandhi ist tot, d’Ormesson lebt, also lassen wir ihn doch zu Wort kommen. </p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a title="IMG_2972" href="http://farm3.static.flickr.com/2534/3690483062_6bcf9731a9_d.jpg" rel="lightbox[1472]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2534/3690483062_6bcf9731a9_m.jpg" alt="IMG_2972" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Radha</p></div></p>
<p>Wenn Gott so wichtig ist, dann reden wir doch von ihm, oder besser: hören wir denen zu, die über ihn reden:<br />
- Glaubst du an Gott, Olivier (Olivier, das bin ich, falls Sie es vergessen haben&#8230;.)<br />
- Um an ihn zu glauben, müsste ich ihn erst einmal treffen, aber ich habe ihn noch nie gesehen.<br />
- Siehst du die Butter, wenn du Milch anschaust?<br />
- Bitte?<br />
- Nein, du siehst nur die Milch, aber mit der Milch macht man Butter. Die Butter ist also schon in der Milch enthalten. Mit Gott ist es gleich, wir sehen ihn nicht, aber er ist in der Welt gegenwärtig. Das sagt Radha aus Delhi zu mir, während sie in ihrer Küche parantha – indisches Fladenbrot – zubereitet, das ich später kosten darf&#8230; Dass man Gott in einem Glas Milch sehen kann, war mir neu. Das ist interessant, aber ich werde trotzdem nicht konvertieren, schon gar nicht zum Hinduismus – ich hätte zu viel Angst vor Kali&#8230; Außerdem kann man gar nicht zum Hinduismus konvertieren. Man wird als Hindu geboren und bleibt es. Deswegen verurteilen extremistische hinduistische Gruppen es auch aufs schärfste, wenn ein Hindu – zum Beispiel zum Christentum – konvertiert. </p>
<p>Randha ist Hinduistin. Sie beginnt jeden Tag mit einem Gebet vor ihren Statuen und Heiligenbildern. Dann bereitet sie sich einen Tee zu&#8230; mit Milch. Aber zu welchem Gott betet sie? Im Hinduismus gibt es so viele Götter! Mehrere Millionen, 33 Millionen habe ich einmal gelesen (wobei ich nicht weiß, wer sie gezählt hat). Es gibt die bekannten, zu denen man regelmäßig betet, wie Ganesh, Hanuman, Krishna, Shiva oder Vishnu. Jeder Hindu hat seinen Lieblingsgott; eigentlich ist der Hinduismus viel weniger polytheistisch als man bei dieser Masse an Gottheiten glauben mag. </p>
<p>- Egal, ob man zu Durga, Shiva oder Krishna betet, alle diese Gottheiten sind der Weg zum einzigen Schöpfer. </p>
<p>Ein einziger Schöpfer? Dann ist der Hinduismus also eine monotheistische Religion? Diese Frage zu stellen ist müßig, und in Indien stellt sie auch keiner. </p>
<p>- Schau dir diesen Ventilator an der Decke an.<br />
Das sagt Tapas zu mir, der Wächter des guest-house in Kalkutta, in dem ich wohne. Wenn ich abends zurückkomme, unterhalte ich mich gerne mit ihm. Zuerst auf der Schwelle vor meiner Zimmertür, dann – etwas gemütlicher – an einem Tisch&#8230; wenn die Unterhaltung länger dauert. An zwei Abenden dauerte sie bis tief in die Nacht hinein. </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a title="IMG_3222_1" href="http://farm4.static.flickr.com/3540/3690483298_03dfd680bd_d.jpg" rel="lightbox[1472]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3540/3690483298_03dfd680bd_m.jpg" alt="IMG_3222_1" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Tapas Roy</p></div>- Was ist mit dem Ventilator? Das ist ein Ventilator wie jeder andere&#8230; vielleicht ein bisschen weniger laut als andere&#8230;<br />
- Er dreht sich.<br />
- Bis zum nächsten Stromausfall&#8230;<br />
- Weißt du, warum er sich dreht?<br />
- Weil man auf einen Knopf drückt und der Strom fließt.<br />
- Für mich ist Gott wie dieser Ventilator.<br />
- Ein potentielles Opfer von Stromausfällen?&#8230;<br />
Den letzten Satz habe ich nicht gesagt, aber gedacht. Mit sarkastischem Humor erntet man in Indien eher Unverständnis als ein Lächeln, vor allem, wenn es um religiöse Themen geht&#8230; Bei anderen Themen aber halte ich mich nicht zurück; meine armseliger Gag über den „vegetarischen Tee“ hat in Indien schon die Runde gemacht&#8230; auch Ihnen erzähle ich ihn gerne&#8230; wenn mich mindestens fünf User unter Ihnen in den Kommentaren im Blog darum bitten&#8230; </p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Inde15" href="http://farm3.static.flickr.com/2572/3690487928_d6ebe80446_d.jpg" rel="lightbox[1472]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2572/3690487928_d6ebe80446_m.jpg" alt="Inde15" width="240" height="180"  /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>- In diesem Ventilator ist ein Motor, der ihn antreibt. Genauso ist in mir eine Kraft, die mich antreibt, und diese Kraft ist Gott.<br />
- Betest du zu Gott?<br />
- Jeden Morgen um halb fünf, wenn ich aufstehe.<br />
- Was sagst du ihm?<br />
- Ich danke ihm dafür, dass ich lebe, für das Gespräch am Vorabend mit dir, dafür, dass ich Eltern habe, dass ich gesund bin, eine Arbeit habe, dafür, dass ich zwei Arme und zwei Beine habe.<br />
- Und wenn du morgen deine Eltern verlierst, deine Beine, deine Arme und deine Arbeit, was sagst du ihm dann?<br />
- Was bringt es, über die Zukunft nachzudenken? Denkst du dir: morgen nehme ich nicht den Bus, denn er könnte einen Unfall haben? Nein. Also, warum soll man darüber nachdenken? Egal, was passiert, es gibt immer einen guten Grund, um Gott zu danken. </p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="Religion" href="http://farm3.static.flickr.com/2566/3689677461_f77bc68213_d.jpg" rel="lightbox[1472]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2566/3689677461_f77bc68213_m.jpg" alt="Religion" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Der Altar in meinem Hotel</p></div></p>
<p>Am Ende eines Interviews oder eine Gesprächs im Rahmen meiner Reportagen, frage ich meine Gesprächspartner immer nach ihrem Glauben. Die Antworten sind nie „dogmatisch“. Keiner verweist mich auf irgendwelche Texte, Hierarchien oder Benimmregeln. Gott, das ist die innere Kraft, der Motor, Gott ist einfach alles. Die Beziehung der Hindus zu ihrem Gott / ihren Göttern ist eine persönliche, ein Priester, Pastor oder Imam ist dabei überflüssig. Seit dem Beginn dieser Reise habe ich jeden Vergleich zwischen Frankreich und Indien vermieden. Reisen und vergleichen, das passt nicht zusammen. Ein Vergleich führt zwangsläufig zu Kritik. Aber jetzt wage ich es doch einmal: ich will den Hinduismus nicht verherrlichen – es reicht mir, wenn ich an Kali denke! – aber ich beginne doch, meine eigenen religiösen Wurzen zu hinterfragen. Woher und warum hat das Christentum all diese ungeheuerlichen und unheimlichen Geschichten über Pflichten, Normen, Sünden, Verdammnis? </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="flickr-image aligncenter" title="Inde4 13-11-43" href="http://farm3.static.flickr.com/2548/3690495740_a2001a3ac3_d.jpg" rel="lightbox[1472]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2548/3690495740_a2001a3ac3_m.jpg" alt="Inde4 13-11-43" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Buddhistische Gebetsfahne in Mussoorie</p></div>Wo soll man den wohlwollenden Gott finden, in dieser nicht enden wollenden Aufzählung von Regeln, deren Missachtung zur Hölle oder zum Fegefeuer führt? Ich weiß es nicht. Genau so wenig wie ich weiß, ob es diesen Gott der Butter und der Ventilatoren gibt, den ich gerne kennen lernen würde. Wieder einmal wirft Indien mehr Fragen auf, als ich Antworten finde&#8230; Ob er nun existiert oder nicht&#8230; ist Gott wirklich das Wichtigste?</p>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3690495740/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2548/3690495740_a2001a3ac3_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3690494832/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2458/3690494832_62b94e10bb_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689687835/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2638/3689687835_06920731c4_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3690493552/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2435/3690493552_77c8955b7c_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689683079/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2674/3689683079_3ca9673a8f_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689682743/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3581/3689682743_deb29f459d_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689682397/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3615/3689682397_fa5a89b81e_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3690487928/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2572/3690487928_d6ebe80446_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689681159/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3615/3689681159_45d6c174d7_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689680777/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3589/3689680777_66997130dd_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689679055/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2579/3689679055_141f65be60_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3690484326/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2535/3690484326_20852e27c9_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689677997/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2581/3689677997_3d3df3194b_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3689677461/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2566/3689677461_f77bc68213_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3690483298/" title="Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3540/3690483298_03dfd680bd_s.jpg" alt="Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3690483062/" title="Delhi" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2534/3690483062_6bcf9731a9_s.jpg" alt="Delhi" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3692717541/" title="Religion" rel="flickr-mgr[72157620854804881]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3569/3692717541_a79bfb1593_s.jpg" alt="Religion" class="flickr-medium" />
</a>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/le-dieu-du-beurre-et-des-ventilateurs/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>„Straßenschulen“</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/lecole-de-la-rue/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/lecole-de-la-rue/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 22:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ARTE</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Etapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1743</guid>
		<description><![CDATA[Die «Tomorrow Fondation», gegründet 1991 in Kalkutta, eröffnet dort Schulen, wo es sonst keine gibt: in den Elendsvierteln... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die «Tomorrow Fondation», gegründet 1991 in Kalkutta, eröffnet dort Schulen, wo es sonst keine gibt: in den Elendsvierteln&#8230; 14 Schulen in ganz Kalkutta. Dort gibt es abends Unterricht; für die Kinder, die tagsüber arbeiten müssen, um das Überleben der Familie zu sichern. Etwa 400 Kinder können so eine Schule besuchen; Kinder, von denen manche die Schule vor Jahren abgebrochen haben und andere, die noch nie eine besucht haben. In den „Straßenschulen“ erlangen sie die Kenntnisse, die ihnen ermöglichen, in den normalen Schulbetrieb zurückzukehren&#8230; und ihnen vielleicht einmal helfen, den Gelegenheitsjobs und dem Elendsviertel zu entkommen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/lecole-de-la-rue/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Ein neues Gesellschaftsmodell?</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/modele-de-societe/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/modele-de-societe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 16:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olivier Courtois</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Carnet de route]]></category>

		<category><![CDATA[droits sociaux]]></category>

		<category><![CDATA[éducation]]></category>

		<category><![CDATA[employés]]></category>

		<category><![CDATA[entreprise]]></category>

		<category><![CDATA[textile]]></category>

		<category><![CDATA[vêtements]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1300</guid>
		<description><![CDATA[Seit dem Beginn meiner Reise habe ich viele Menschen getroffen –  Agariya im Bundesstaat Gujarat, Rikscha-Fahrer in Patna, Tagelöhner aus den Stammesregionen im Bundesstaat Orissa – Menschen, die Tag für Tag unter schwersten Bedingungen für einen Tageslohn zwischen 50 Cents und 2 Euro schuften. 

Mein Bericht über das Unternehmen „R.B Enterprise International“ in Kalkutta [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem Beginn meiner Reise habe ich viele Menschen getroffen –  Agariya im Bundesstaat Gujarat, Rikscha-Fahrer in Patna, Tagelöhner aus den Stammesregionen im Bundesstaat Orissa – Menschen, die Tag für Tag unter schwersten Bedingungen für einen Tageslohn zwischen 50 Cents und 2 Euro schuften. </p>
<p><a href="http://inde2009.arte.tv/blog/de/modele-de-societe/"><img src="http://inde2009.arte.tv/blog/wp-content/uploads/2009/07/11.jpg" alt="" title="" width="639" height="232"></a></p>
<p>Mein Bericht über das Unternehmen „R.B Enterprise International“ in Kalkutta hat mir endlich eine andere Seite des Berufslebens in Indien gezeigt.<br />
Die beiden Brüder Arup und Swarup Ghosh haben das Unternehmen vor 13 Jahren gegründet. Eigentlich fast zufällig. Sie suchten einfach „eine Beschäftigung“ – nach dem Abschluss ihres Studiums als Werbefachmann und Unternehmensberater. Sie entschieden sich für die Textilbranche.<br />
Heute entwirft das Unternehmen hochwertige Damenkonfektionen für Kunden aus aller Welt, darunter so hochrangige wie Sonia Rykiel.<span id="more-1300"></span><br />
<div id=" " class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://farm4.static.flickr.com/3624/3664105277_ff78676388_d.jpg" rel="lightbox[1300]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3624/3664105277_ff78676388_m.jpg"></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Also, meine Damen, wenn sie ein Kleidungsstück von Sonya Rikiel besitzen: schauen Sie sich einmal das Etikett genauer an: dort steht „made in India“. Vielleicht kommt es aus Kalkutta&#8230;</p>
<p>Vor meinem Besuch in der Fabrik von R.B im Süden Kalkuttas, hatte ich Arup Ghosh drei Wochen zuvor in Delhi getroffen. Dort hat die Firma einen zweiten Produktionsstandort eröffnet.<br />
Dieses Treffen endete mit einem gemeinsamen Abendessen&#8230; zum Nachtisch habe ich mir .- unter Missachtung des Prinzips des Verzichts nach Gandhi – einen Mango-Crumble gegönnt.<br />
Nicht alle meine Recherchen haben so schmackhaft begonnen&#8230; Aber, Vorsicht! Ich lasse mich nicht mit einem einfachen Mango-Crumble kaufen, so lecker er auch sein mag (bei einem Tiramisu oder einer mousse au chocolat wäre das vielleicht anders&#8230;)&#8230; abgesehen davon, wäre das auch nicht der Stil von R.B, dem Unternehmen, das mich hierher geführt hat.<br />
Ich bin also von Bhubaneswar, der Hauptstadt des Bundesstaates Orissa, wo ich Dorfbewohner der Stammesregionen getroffen habe, in den Nachbarbundesstaat Westbengalen mit der Hauptstadt Kalkutta weiter gereist.<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="IMG_3262" href="http://farm3.static.flickr.com/2575/3664106285_1bc3e2257e_d.jpg" rel="lightbox[1300]"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2575/3664106285_1bc3e2257e_m.jpg" alt="IMG_3262" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Swarup Ghosh dans son bureau à Calcutta</p></div>Was mich in der Firma, die ich dort besuchen wollte, erwartete, wusste ich nicht, als ich mich zu Arbeitsbeginn am Eingangstor einfand. Arup hatte mir in Delhi zwar einige meiner Fragen beantwortet, aber beim gemeinsamen Abendessen sind wir mit unserem Gespräch abgedriftet&#8230; </p>
<p>„Deine blöden Fragen kannst du meinen Bruder in drei Wochen in Kalkutta stellen“, hatte mir Arup im Scherz nach einigen Gläsern Bier gesagt. Mir war das ganz recht. Und so unterhielten wir uns weiter: über Beziehungsprobleme, Einsamkeit, Familie, Freude, Enttäuschungen, Niederlagen, Erfolge und andere persönliche Dinge&#8230; </p>
<p>Als Swarup mich drei Wochen später in Kalkutta empfängt, bin ich kurz etwas verwirrt…<br />
-	Arup?<br />
-	- Nein, ich bin Swarup…<br />
Die Brüder gleichen sich wie ein Ei dem anderen, Arup hat vielleicht ein bisschen mehr Haare, sonst kann man die beiden nicht voneinander unterscheiden. Kein Wunder, die beiden sind Zwillingsbrüder&#8230;</p>
<p>Warum bin ich hierher gekommen?<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="IMG_3237" href="http://farm4.static.flickr.com/3010/3664105507_a6f70c3ed3_d.jpg" rel="lightbox[1300]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3010/3664105507_a6f70c3ed3_m.jpg" alt="IMG_3237" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Nur, weil R.B große westliche Modelabels beliefert?<br />
Nein! folgert da gleich der scharfsinnige Leser&#8230;<br />
Ich bin hier, weil die Angestellten dieses Unternehmens Rechte haben&#8230; und sogar noch etwas mehr&#8230; </p>
<p>In Frankreich würde man dieses Unternehmen vielleicht ein wenig herablassend als „paternalistisch“ bezeichnen. „Paternalistisch“&#8230; dieser Begriff hat heute etwas Abwertendes – wie viele andere, die heute so tabu sind, dass ich zögere, sie in meinem blog zu verwenden. Als sei die „väterliche Autorität“ unbedingt etwas Altmodisches&#8230; obwohl man heutzutage diese „paternalistischen Unternehmen“ schon wieder ein wenig vermisst. Weil die Unternehmen heute kaum noch etwas mit einem „Familienleben“ zu tun haben, es sei denn, mit einer Familie am Rande des Nervenzusammenbruchs&#8230;<br />
Paternalistisch oder nicht, R.B ist zuerst einmal ein Unternehmen, das Geld verdienen muss. Ohne Einkommen keine Gewinne und ohne Gewinne keine Gewinnbeteiligung. Swarup in Kalkutta und Arup in Delhi sind keine blauäugigen Menschenfreunde; beide sind scharfsinnige Unternehmer, die in erster Linie an ihre Firma denken. Die aber versuchen, die Interessen ihrer Firma mit denen ihrer Angestellten in Einklang zu bringen.</p>
<p>So sagt Swarup mir beim Mittagessen, das Arbeiter und Führungskräfte gemeinsam in der Kantine einnehmen, mit einem Lächeln: „wer gut isst, arbeitet gut.“ Gemeinsame Interessen also&#8230; wir sind hier weit entfernt vom Klassenkampf oder dem Abwurf goldener Fallschirme über Bengalen&#8230;<br />
R.B hat nichts zu tun mit der friedlichen Welt à la Walt Disney&#8230; hier werden Frauenkleider entworfen, keine Feenkostüme&#8230; es gibt Sitzungen mit harten Diskussionen, hier arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Funktionen, unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, unterschiedlichen Löhnen&#8230; „gemeinsame Interessen“ bedeutet nicht unbedingt „gemeinsame Sichtweisen“.<br />
Der Koch, den ich im Flur mit seiner Teekanne in der Hand treffe, weil er im Verwaltungstrakt Tee ausschenken wird, verdient nicht mehr als 4000 Rupien. Das sind 10 mal weniger als eine „mittlere Führungskraft“. (66 Rupien sind etwa 1 Euro). Seinen Job würde er trotzdem niemals gegen einen anderen eintauschen – höchstens gegen den gleichen mit besserer Bezahlung&#8230; –wie er mir sagt, als er sicher ist, dass der Arbeitgeber nicht zuhört. Der „turn over“ ist bei allen Stellen hier äußerst gering. </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><a title="IMG_3246" href="http://farm4.static.flickr.com/3350/3664105769_e3867e6e66_d.jpg" rel="lightbox[1300]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3350/3664105769_e3867e6e66_m.jpg" alt="IMG_3246" width="180" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">16h : pause-thé</p></div><br />
„Bei R.B bleibe ich… „<br />
Dafür gibt es mehrere Gründe, der erste davon ist „typisch indisch“: R.B ist ein „richtiges“ Unternehmen, bei dem jeder Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag unterschreibt und einen Lohn bezieht.<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="IMG_3226" href="http://farm4.static.flickr.com/3370/3664907702_8563f74085_m.jpg" rel="lightbox[1300]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3370/3664907702_8563f74085_m.jpg" alt="IMG_3226" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Von den 370 Millionen Arbeitnehmern in Indien sollen gerade einmal 30 Millionen von solch einem sicheren Arbeitsplatz profitieren.<br />
Die „Schattenwirtschaft“ überwiegt, sie macht 63% des Bruttoinlandproduktes aus.<br />
Dieser „informelle Wirtschaftssektor“ besteht aus Millionen von kleinen Jobs – auf dem Land wie in den Städten – für die Arbeiter im Handwerker oder in der Landwirtschaft auf mündlicher Basis oft nur für einen Tag eingestellt – und entlassen – werden&#8230;<br />
Wie sollen Menschen so Pläne für die Zukunft schmieden?<br />
„Ich suche eine Arbeit, eine richtige Arbeit“, sagt mir Tapas, der Nachwächter des guest-house, in dem ich während meines zu kurzen Aufenthaltes in Kalkutta wohne.. zusammen mit den wohl größten Schaben der Stadt; obwohl die Zimmer eigentlich ganz sauber wirken&#8230;</p>
<p>Tapas verdient 2000 Rupien pro Monat&#8230; wenn er nicht vor Ende des Monats entlassen wird&#8230;<br />
In der Hoffnung auf einen sicheren Arbeitsplatz antwortet er auf alle Anzeigen in der Presse&#8230; Die Arbeit an sich ist zweitrangig; man wird sich schon an die neue Aufgabe gewöhnen, vielleicht wird sie einem irgendwann sogar Spaß machen&#8230; wie bei einer Zwangsheirat, in der man die Frau oder den Mann, die oder den man nicht selbst ausgesucht hat, wohl oder übel lieben muss&#8230; </p>
<p>Feste Stellen, am besten als Funktionär, sind in Indien sehr gesucht, mehr noch als in Frankreich. Nicht nur von den Arbeitnehmern selbst, sondern auch von den potentiellen Schwiegereltern, die in den Annoncen der Sonntagszeitungen nach dem idealen Schwiegersohn suchen. Diese nennen in der Anzeige an erster Stelle ihren Beamtenstatus, noch vor ihrem Alter oder ihrer Kastenzugehörigkeit&#8230; die Frauen schreiben übrigens, wie hell ihre Haut ist&#8230;<br />
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a title="IMG_3235" href="http://farm4.static.flickr.com/3384/3664105391_136008c9fe_m.jpg" rel="lightbox[1300]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3384/3664105391_136008c9fe_m.jpg" alt="IMG_3235" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>R.B, das ist also juristischer Formalismus in einer zutiefst informellen Arbeitswelt. R.B wendet tatsächlich das indische Sozialrecht an. Gesetze werden zwar viele erlassen, sowohl vom Bundesparlament in Delhi, wie in den Versammlungen der einzelnen Bundesstaaten, die Anwendung dieser Gesetze lässt jedoch zu wünschen übrig. In einem so großen Land wie Indien, mit so vielen- oft korrupten- kleinen Lokalbehörden, ist es auch äußerst schwierig, zu kontrollieren, ob ein Gesetz richtig angewandt wird, oder nicht&#8230;<br />
Ich hatte in meinem Reisebericht schon einmal erwähnt, dass sogar verfassungsrechtliche Prinzipien – wie die Abschaffung der Unberührbarkeit – missachtet werden; ganz zu schweigen also von den Sozialgesetzen&#8230;</p>
<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a title="IMG_3227_1" href="http://farm4.static.flickr.com/3548/3664907818_21218aa514_m.jpg" rel="lightbox[1300]"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3548/3664907818_21218aa514_m.jpg" alt="IMG_3227_1" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Regelungen zum Mindestgehalt oder Rentenzahlungen gibt es sehr wohl in Indien, nicht nur im öffentlichen Sektor, aber zahlreiche Unternehmen scheren sich nicht darum&#8230; und müssen keine Sanktionen befürchten. </p>
<p>R.B hat erst gar nicht auf die Verabschiedung eines neuen Gesetzes gewartet, das Unternehmen hat seine eigene Sozialpolitik entwickelt. Was R.B seinen Angestellten bietet, ist tatsächlich in keinem Gesetz vorgesehen: Zwei arbeitsfreie Tage pro Woche, Alphabetisierungskurse am Wochenende, kostenloser Fahrdienst und Kantine, zinslose Darlehen oder kostenlose medizinische Behandlung in einem Krankenhaus von Kalkutta für Angestellte, die weniger als 10.000 Rupien pro Monat verdienen.<br />
Ist R.B dem Gesetz voraus?<br />
Das zumindest hoffen Arup und Swarup, die darauf zählen, dass ihre Strategie Kreise ziehen wird.<br />
Sie möchten zeigen, dass ein Unternehmen Geld verdienen und bekannte westliche Modedesigner beliefern kann, ohne dabei seine Angestellten zu vergessen. Sie möchten ein Modellunternehmen sein für eine Modellgesellschaft, in der Arbeitnehmer nicht nur als über Maschinen gebeugte Arbeitskräfte betrachtet werden, sondern als vollwertige Menschen, die Rechte haben, darunter das, ein Privatleben zu führen.<br />
Damit auch andere Bevölkerungsgruppen – darunter die Kinder und Jugendlichen – vom wirtschaftlichen und sozialen Erfolg ihres Unternehmens profitieren können, unterstützen Arup und Swarup eine Stiftung, die 400 Kindern in 14 Slums von Kalkutta den Schulbesuch ermöglicht. </p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="flickr-image aligncenter" title="http://farm4.static.flickr.com/3637/3664908778_e3e527570b_m.jpg"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3637/3664908778_e3e527570b_m.jpg" alt="IMG_3252_2" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Nächste Woche werde ich diese Stiftung – die „Tomorrow Fondation“ besuchen, die Arup und Swarup 1991 gegründet haben, fünf Jahre vor der Gründung ihres Unternehmens.<br />
Heute sind die Zwillingsbrüder Unternehmer, aber auch ein bisschen Sozialarbeiter&#8230;<br />
Vielleicht gerade die richtige Mischung für eine Modellgesellschaft?</p>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664106393/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3299/3664106393_0aa04b3cdc_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664106285/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2575/3664106285_1bc3e2257e_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664106157/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2429/3664106157_e45c9a1ceb_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664106027/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3572/3664106027_b9efc04ac5_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664908778/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3637/3664908778_e3e527570b_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664105769/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3350/3664105769_e3867e6e66_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664105683/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm3.static.flickr.com/2471/3664105683_095a862298_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664105507/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3010/3664105507_a6f70c3ed3_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664105391/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3384/3664105391_136008c9fe_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664105277/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3624/3664105277_ff78676388_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664907940/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3333/3664907940_929bdcb598_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664907818/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3548/3664907818_21218aa514_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664907702/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3370/3664907702_8563f74085_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664907570/" title="R.B Enterprises Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3305/3664907570_a32d5d6b3b_s.jpg" alt="R.B Enterprises Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>
<a href="http://www.flickr.com/photos/37715817@N06/3664907454/" title="Calcutta" rel="flickr-mgr[72157620483968537]" class="flickr-image" >
	<img src="http://farm4.static.flickr.com/3641/3664907454_2e6c515472_s.jpg" alt="Calcutta" class="flickr-medium" />
</a>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/modele-de-societe/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>„Meine kleine Firma“</title>
		<link>http://inde2009.arte.tv/blog/de/ma-petite-entreprise/</link>
		<comments>http://inde2009.arte.tv/blog/de/ma-petite-entreprise/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 15:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ARTE</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Etapes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://inde2009.arte.tv/blog/fr/?p=1539</guid>
		<description><![CDATA[1996 gründeten Swarup und sein Zwillingsbruder Arup das Unternehmen „R.B Enterprises“. Sie entwerfen Damenkonfektionen, die sie in Australien, Frankreich, Italien oder Neuseeland an so hochrangige Kunden wie „Sonya Rikiel“ verkaufen. R.B Enterprises unterstützt außerdem zwei Stiftungen, die sich dafür einsetzen, dass die Kinder aus den Armenvierteln Kalkuttas eine Schule besuchen können. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1996 gründeten Swarup und sein Zwillingsbruder Arup das Unternehmen „R.B Enterprises“. Sie entwerfen Damenkonfektionen, die sie in Australien, Frankreich, Italien oder Neuseeland an so hochrangige Kunden wie „Sonya Rikiel“ verkaufen.<br />
Ihre „kleine Firma“ beschäftigt in der Zwischenzeit in Kalkutta über 200 Angestellte, vor kurzem haben die Zwillingsbrüder in Delhi einen zweiten Produktionsstandort eröffnet.<br />
R.B ist aber nicht nur wirtschaftlich gesehen ein Erfolg. Das Unternehmen engagiert sich auch sozial, in erster Linie für seine eigenen Mitarbeiter. Für diese bietet es Alphabetisierungskurse an, eine kostenlose Kantine, eine Krankenversicherung, zinslose Darlehen oder Rentenzahlungen. Das ist neu in Indien, vor allem im Privatsektor.<br />
R.B Enterprises unterstützt außerdem zwei Stiftungen, die sich dafür einsetzen, dass die Kinder aus den Armenvierteln Kalkuttas eine Schule besuchen können.<br />
Eine kleine Firma mit großen Zielen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://inde2009.arte.tv/blog/de/ma-petite-entreprise/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>

